Willkommen bei Uhren Görgen

Tradition verpflichtet...55 Jahre Kompetenz und Qualität

zufüllenSeit über einem halben Jahrhundert ist Familie Görgen in dritter Uhrmacher-Generation ein fester Begriff in der Kirner Geschäftswelt. Schon der Großvater des jetzigen Geschäftsinhabers war Uhrmacher mit eigenem Laden in Bad Hönnigen/Rhein, den er jedoch in den Kriegswirren schließen musste. Später fand er Arbeit bei den Optischen Werken Schneider in Bad Kreuznach und schon bald nach dem Krieg eröffnete er ein Geschäft in der Wilhelmstraße. Dorthin kam Albert Görgen als Geselle, machte seine Meisterprüfung und heiratete Hedi, die Tochter seines Chefs.

Am 15. November 1952 eröffnete Albert Görgen im Steinweg 13 in Kirn sein "Spezialgeschäft für Uhren, Gold- und Silberwaren mit eigener Werkstatt", das er in den folgenden Jahren kontinuierlich ausbaute und erweiterte. 1970 zog die Uhrmacherfamilie in den Steinweg 27, ins ehemalige Bekleidungshaus Zerfaß, da das frühere Haus abgerissen wurde. Nach einem tragischen Flugunfall von Albert Görgen im Jahr 1981 übernahm dessen Sohn Thomas die Firma. Da dieser seinerzeit noch die Meisterschule in Würzburg besuchte, hatte Hedi Görgen die Geschäftsleitung inne. Im September 1989 erfolgte ein weiterer umfangreicher Ladenumbau, der sich den wechselnden Gegebenheiten und Kundenansprüchen anpasste. Wegen der Konzentrierung auf Uhren, Schmuck und ausgesuchte Geschenkartikel sowie der ansteigenden Arbeit in der Werkstatt änderte Thomas Görgen 1995 die Geschäftsräume ein weiteres Mal. Eine nette historische Ecke mit ständiger Ausstellung alter Uhren und Werkzeuge, sowie einer kleinen Auswahl alter Uhren ist bis heute ein Blickfang.

zufüllenUnd genau hier liegt auch die heimliche Leidenschaft des Uhrmachermeisters, der sich auf die Restaurierung und Erhaltung historischer Uhren spezialisiert hat. Die Kniffe und Tricks im Umgang mit den tickenden Oldtimern hat er von seinem Vater gelernt und profitiert heute noch von den "Meistern der alten Schule". Im Zeitalter der Nostalgieliebhaber sind die Kenntnisse auch ganz besonders rar und daher gesucht. Seit Ostern 2000 betreibt der rührige Geschäftsmann zusätzlich eine alte Uhrmacherwerkstatt im Freilichtmuseum Bad Sobernheim.

Quelle: Wochenspiegel 13.11.2002

Tradition und alte Handwerkskunst

25 Jahre Meisterbrief und 55 Jahre Bestehen

Im Inneren des Turms der evangelischen Kirche arbeitet Thomas Görgen ebenso versiert wie in seiner heimischen Werkstatt. Seit 25 Jahren ist er Uhrmachermeister - wie es auch sein Vater war. Das Kirner Traditionsgeschäft besteht seit 55 Jahren. Dieser "Schnapszahl" trägt die Familie Görgen Rechnung und feiert ab dem "magischen Datum" 11.11. elf Tage lang mit einer Sonderaustellung alter und neuer, mechanischer Groß- und Armbanduhren.

Das Uhrmachergeschäft wurde im Steinweg 13 gegründet. Das historische Gebäude beherbergte zuvor die Kreissparkasse - und ganz früher, so glaubt Thomas Görgen, war hier die Zehntscheune derer von Salm-Kyrburg. Das Haus fiel der ersten Welle der Stadtsanierung im Opfer. Seit 1970 firmiert Uhren-Görgen im Steinweg 27. Die großen Fenster erinnern an die frühere Nutzung durch das Modehaus Zerfass. Thomas Görgen hat säuberlich alle alten Geschäftsunterlagen gesammelt, aber auch Fotos und Zeitungsausschnitte als Dokumentation der Firmengeschichte. So kann er akribisch nachvollziehen, wann welche Uhr im Laden gekauft wurde und repariert wurde. Die Kunden sind aufgerufen, ihre ältesten Armbanduhren vorberzubringen. Für die Besitzer der drei "betagtesten" Exemplare gibt es Gutscheine zu gewinnen.

Quelle: Allgemeine Zeitung, 10. November 2007 Text und Bilder von Rainer Gräff

Wenn die Uhr steht

Uhr von 1894 wird jetzt generalüberholt

TurmKIRN. Wenn der Kirner Uhrmachermeister Görgen allwöchentlich die 102 Stufen im Turm der evangelischen Kirche zum Uhrwerk der Kirchenturmuhr emporsteigt, dient dieses zum Aufziehen des Laufwerkes. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Uhr, die im Jahre 1894 von der Firma Weule eingebaut wurde, noch nicht gegen ein elektrisches Laufwerk ausgetauscht wurde. Der WOCHENSPIEGEL war hoch oben im Turm und hat viel Interessantes über die Geschichte der Uhr, die sich übrigens im Eigentum der Stadt Kirn befindet, erfahren: Als im Jahr 1890/91 ein Hochwasser in Kirn große Teile der Stadt zerstörte, wurde auch die Kirche bis auf den Turm ein Opfer der Flut. 1891-94 ist die Kirche neu aufgebaut worden, wobei der Turm gleichzeitig um zwei Stockwerke erhöht wurde. 1894 war auch das Jahr, in dem die Kirche wieder ihre Stimmung übergeben und gleichzeitig die neue Uhr eingebaut wurde. Seitdem sind fast 100 Jahre vergangen und gute Präzisionsarbeit sowie die Verwendung besonders gehärteten Stahls - vor allem an Verschleißteilen - sind Garant dafür, dass die

Kirner Bürger sich bis auf den heutigen Tag noch immer auf die Uhr verlassen konnten. Viele Uhrmacher haben seit dem ihre Wartung und Pflege übernommen und all ihre Namen sind im Gehäuse des Laufwerks der Uhr eingeritzt, wobei allein 70 Jahre die Überwachung der Uhr in den Händen des Kirner Uhrmacherunternehmens Grebe lag. seit 1989 wird sie jetzt vom Uhrmacher Görgen betreut. Das Laufwerk setzt sich aus drei verschiedenen Werken zusammen, wobei das Mittelwerk als Gehwerk für die Zeit mit einer besonders stabilen Graham-Hemmung die Hauptfunktion innehat. Das linke Werk setzt alle 15 Minuten die Zeitglocke in Tätigkeit, während das rechte Schlagwerk die vollen Stunden erklingen lässt. Riesige Gewichte, die an sechs Millimeter starken Drahtseilen hängen, halten die Uhr für jeweils eine Woche am Laufen und jeden Freitagmorgen wird sie von Hand neu aufgezogen. Keine leichte Arbeit für Uhrmacher Görgen, denn die Seile laufen immerhin über zwei Stockwerke.

Nachdem die Kirchturmuhr in der letzten Zeit auf ihren vier nach außen hin sichtbaren Ziffernblättern des öfteren verschiedene Zeiten anzeigte, machte Görgen der Stadt den Vorschlag einer Generalüberholung und einer neuen Einjustierung der Getriebestangen und der Wechselräder. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Stadt war unteranderem die Erhaltung altem Kulturgutes, und sicher wird es die Kirner Bevölkerung gern in Kauf nehmen, dass ab heute (Mittwoch) und voraussichtlich eine Woche die Uhr am Turm des evangelischen Kirche keine Zeit anzeigt und der gewohnte Glockenschlag verstummt, um danach wieder den Bürgern pünktlich mit Glockenschlag die jeweilige Zeit in Erinnerung ruft.

Quelle: Wochenspiegel Jahr 1992

Uhren Görgen - Der Uhrmachermeister in Kirn